Das verdienen Top-Manager der Bundesliga

Fußballer verdienen Millionengehälter, doch auch die Führungsebene bei Bundesligaclubs gehört zu den Spitzenverdienern. Eine Studie gibt nun Einblick in das Gehaltsgefüge in der Sportbusiness-Branche.

Fast 2000 Personen aus dem Top-Management von Vereinen, Verbänden und Rechtehaltern, Agenturen, Beratungsunternehmen, Dienstleistern, Technologieanbietern und Medien wurden von der Forschungs- und Beratungsgruppe Goldmedia im August und September 2016 zu ihren Gehältern befragt. Die Ergebnisse der Umfrage wurde nun in der "Gehaltstudie Sport Business 2017" zusammengefasst. Konkret geht es dabei um die Durchschnittsgehälter und -vergütungen von Führungskräften aus allen Bereichen des Sportbusiness in Deutschland (ohne Sportler).

Definiert wurden die Führungskräfte wie folgt:

  • Erste Führungsebene: Vorstand, Geschäftsführung, Präsident und andere, geschäftsführende Organe
  • Zweite Führungsebene: Mitarbeiter mit direkter Berichtslinie zur ersten Führungsebene
  • Dritte Führungsebene: alle übrigen Führungskräfte

Um die Gehaltniveaus besser vergleichen zu können, wurden die im Sportbusiness tätigen Unternehmen zusätzlich in folgende Sektoren eingeteilt:

Quelle: Goldmedia

Laut Studie werden die höchsten Gehälter im Sektor "Corporate Sponsors" bezahlt, sprich in den überwiegend großen Unternehmen im Bereich Sportsponsoring mit mehreren hunderten oder tausenden Mitarbeitern. Durchschnittlich 295 000 Euro erhalten Mitarbeiter über die ersten drei Führungsebenen hinweg pro Jahr. In diesem Sektor sind Goldmedia zufolge in den vergangenen Jahren viele neue Player aus der Sportwettenbranche gestoßen, die nun auch im Wettbewerb mit Konkurrenzunternehmen um geeignete Führungskräfte stehen.

Sofern Finanzinvestoren als Gesellschafter engagiert sind, treibe dies die Gehälter der Führungskräfte zusätzlich nach oben. Diese spiegele sich auch in den hohen variablen Gehaltsbestandteilen von durchschnittlich 53 Prozent auf der ersten Führungsebene wider.

Quelle: Goldmedia

Quelle: Goldmedia

Auf Platz 2 im Gehälterranking folgen die Proficlubs und -teams von Sportarten wie zum Beispiel Fußball, Basketball, Handball und Eishockey (Sektor "Clubs & Teams"), deren Führungskräfte ein durchschnittliches Jahresgehalt von 280 000 Euro erzielen. Hier werden außerdem die höchsten Fixgehälter aller Sektoren gezahlt (215 000 Euro pro Jahr).

Neben den Durchschnittswerten fällt im Sektorenvergleich auch die sehr große Spannweite der Gehälter auf, das heißt, die Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Gehalt. Eine besonders hohe Spannweite besteht in den Sektoren "Clubs & Teams" und "Rights Holder & NGBs". Die niedrigsten Spannweiten sind in den Sektoren "Service Provider" und "Sporting Goods & Brands" zu finden. Hier liegt das höchste Gehalt nur noch bei dem sieben- bis neunfachen des geringsten Gehaltes.

Ein detaillierter Blick auf das Segement "Clubs & Teams" zeigt, dass die hohen Durchschnittsgehälter wie zu erwarten vor allem durch die Führungskräfte der Fußballbundesligisten entstehen. Diese sind rund dreimal so hoch wie die Durchschnittsgehälter in der 2. Bundesliga. Die Gehälter der dritten Führungsebene der Erstligisten liegen sogar noch über den Gehältern der ersten Führungsebene in der 3. Liga.

Splittet man das Segment "Clubs & Teams" in Fußball und alle übrigen Sportarten, so wird bei den anderen Sportarten nur noch ein Durchschnittsgehalt von knapp 122 000 Euro pro Jahr erreicht. Damit liegt es zwischen den Gehältern der 2. Bundesliga und der 3. Liga.

Neben den Sektoren betrachtet die Studie zudem die ersten drei Führungsebenen der Unternehmen. Dabei wird die herausgehobene Stellung der ersten Führungsebene deutllich: Mit rund 356 000 Euro pro Jahr verdienen sie mehr als doppelt so viel wie die Gehälter der zweiten Ebene (159 000 Euro pro Jahr). Mitarbeiter auf der dritten Führungsebene erhalten knapp ein Drittel weniger (116 000 Euro pro Jahr). Erwartungsgemäß ist aber auch der variable Anteil mit 30 Prozent auf der ersten Ebene am höchsten (zweite Ebene: 19 Prozent, 3. Ebene: 13 Prozent).

Auf der ersten Führungsebene variieren die Gehälter zudem stark. Das betrifft vor allem die Sektoren „Corporate Sponsors“ sowie „Clubs & Teams“: Vorstände und Geschäftsführer großer Marken und Sportvorstände in den Clubs verdienen laut Studie besonders viel. Die niedrigsten Gehälter auf der ersten Führungsebene werden im Mediensektor bezahlt.

Auch die berufliche Erfahrung hat einen direkten Effekt auf die Höhe der gezahlten Durchschnittsgehälter – unabhängig von einzelnen Sektoren, Funktionen oder der Unternehmensgröße. Die meisten Top-Manager der ersten Ebene können dabei auf mindestens 15 Jahre Berufserfahrung zurückblicken.

Quelle: Goldmedia

Höchste Gehälter in den Bereichen "Operations" und "Marketing & Sales"

Neben den sieben oben genannten Sektoren sowie den drei Führungsebenen unterscheidet die Studie zudem Gehaltsstrukturen nach den Funktionsbereichen der Mitarbeiter innerhalb eines Unternehmens. Wer ein Unternehmen leitet (seien es Führungskräfte in einem Club oder in einem Medienhaus), verdient auch im Vergleich zu anderen Mitarbeitern auf der ersten Führungsebene am meisten. Durchschnittlich 888 000 Euro erhalten diese Top-Manager aus dem Funktionsbereich "Operations" pro Jahr.

Im Funktionsbereich "General Management" liegt das Gesamtgehalt in diesem Vergleich zwar im unteren Bereich, jedoch ist das Fixgehalt höher als in den übrigen Bereichen "Marketing & Sales" und "Admin, Finance, Legal & IT".

Die Studie begründet dies damit, dass unter "General Management" unter anderem Allein-Geschäftsführer oder geschäftsführende Gesellschafter in mittelgroßen und kleineren Unternehmen fallen, die zusätzlich über Ausschüttungen am Unternehmenserfolg partizipieren. Bei Vorständen und Geschäftsführern ohne Anteilsbesitz spiegele sich die Teilhabe am Erfolg eher in den höheren, variablen Gehaltsbestandteilen wider.

Auf den Führungsebenen zwei und drei sind die Unterschiede zwischen den Gehältern der einzelnen Funktionsbereiche deutlich geringer oder nicht mehr feststellbar.

Quelle: Goldmedia

Quelle: Goldmedia

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