Quereinstieg ins Sportbusiness

Uwe Müller - Graduate der Class of 2017

Uwe Müler hat den Quereinstieg ins Sportbusiness geschafft. Vor seinem GMP-Start war Uwe in der Logistik-Branche tätig und wagte dann den Schritt in eine neue, berufliche Zukunft.

Seit seinem Abschluss arbeitet er als Sponsor Relations Manager für die SPORTTOTAL.tv GmbH, das wohl gehypteste Start-Up im Sportbusiness. Dort betreut Uwe die Key-Account und Sponsoring-Partner und leitet die Aktivierungsmaßnahmen einer der Top-Sponsoren beim 24h Rennen am Nürburgring.

Im Nachgang des diesjährigen Rennens, konnten wir mit Uwe über seine Zeit an der SPOAC sprechen und mehr über seinen ganz persönlichen Weg in die Sportbusiness-Branche erfahren.

SPOAC: Hallo Uwe. Schön, dass du dir Zeit genommen hast, mit uns zu sprechen. Was umtreibt dich aktuell in deinem beruflichen Alltag?

Uwe: Sehr gerne. Ich habe gerade die Nachbereitung vom 24h Rennen am Nürburgring abgeschlossen. Und jetzt liegt mein Fokus wieder auf Projekten, die weniger mit Motorsport zu tun haben.

 

SPOAC: Beim 24h Rennen durften wir dich ja auch mit der Kamera vor Ort begleiten. Dabei hattest du bereits angemerkt, dass du im Arbeitsalltag eher weniger mit Motorsport zu tun hast. Wie sieht dein Arbeitsalltag bei der sporttotal.tv gmbh denn normalerweise aus?

Uwe: Stimmt. Beim 24h Rennen habe ich unseren Kunden FALKEN TYRE EUROPE bei der Umsetzung der Sponsoringmaßnahmen vor Ort betreuen dürfen. Ein geiles Event, das echt Spaß macht und bei dem viele, spannende Menschen mitwirken. Allerdings bedeutet die Woche am Ring immer auch sehr viel Arbeit und wenig Schlaf.

Als Sponsor Relations Manager bin ich vorrangig für unsere Gründungs- und Sponsoringpartner wie Hyundai, Allianz, Bild, Deutsche Post und Telekom zuständig und setze die Kommunikationsmaßnahmen für diese Partner auf unserer Plattform um.

SPOAC: Wie sehen solche Maßnahmen denn konkret aus? Und vor allem, wo genau sind diese Marken denn im Sportumfeld präsent?

Uwe: Als Tochtergesellschaft der Sporttotal AG verfolgen wir ja das Ziel, den Amateursport LIVE zu seinen Fans zu bringen und das über alle Devices, in einer top Qualität. Das betrifft also nicht nur den Fußball, sondern auch andere Sportarten wie z.B. Basketball oder Hockey. In diesem Umfeld binden wir unsere Partner auf verschiedenste Weisen ein. So bspw. durch klassische Online-Werbung, aber vor allem auch durch Sonderformate wie bspw. das Hyundai AMATOR DES MONATS. Darüber hinaus steuern unsere Partner aber auch alle einen sehr produktbezogenen und unerlässlichen Beitrag zum Gesamtprojekt bei.

 

SPOAC: Wie kann man sich denn einen produktbezogenen Beitrag eines Partners vorstellen?

Uwe: Ganz einfach. Das Kernelement unserer Idee ist eine innovative 180 Grad-Kamera, die dauerhaft in Spielfeldnähe installiert wird und die Produktion sowie Distribution des Spielgeschehens in Echtzeit, also LIVE, sicherstellt. Fans können dann über eine App auf Ihrem Smartphone, dem Tablet oder am Desktop den Spielabläufen folgen, egal, wo sie sich gerade in der Welt befinden. Um die Installation und den reibungslosen Betrieb sicherzustellen, liefert der Partner Telekom bspw. die notwendige Internet-Verbindung. Die Allianz versichert die Systeme und die Deutsche Post bringt sich im Bereich Transport und Logistik ein. Hyundai stellt uns als Automobilpartner bspw. einen Fuhrpark und bringt somit nicht nur die Techniker zu den Sportstätten, sondern bspw. auch mich zu diversen Terminen.   

 

SPOAC: Das ist tatsächlich eine starke Produkteinbindung. Im Bereich Logistik kennst du dich ja auch selbst bestens aus, oder?

Uwe: Richtig. Ich hatte meinen Berufsstart ursprünglich in der Logistik-Branche und habe erst im März 2017 den Sprung ins Sportbusiness gewagt.   

 

SPOAC: Warum die späte Erkenntnis?

Uwe: Nun ja, Sport hat mich schon immer privat interessiert und ich habe selbst viele Jahre Leistungssport betrieben. So war das Ziel schon lange da, irgendwann im Sportbusiness zu arbeiten, aber das stellte sich anfangs als gar nicht so einfach heraus. Ohne ein starkes und verlässliches Netzwerk ist es gerade im Sportbusiness recht schwer - oder man braucht verdammt viel Glück.

Ein paar Anknüpfungspunkte und Kontakte hatte ich zwar durch meine eigene aktive Zeit als Handballer und als Volontär beim EHF FINAL4 2010 machen können, aber ein direkter Einstieg ist dadurch leider noch nicht gelungen.

Nach dem BWL-Studium an der Uni Köln war es dann also erstmal der Bereich Transport & Logistik, da ich dort ein gutes Jobangebot erhalten habe. Dazu ein Themenfeld, das ich damals nicht weniger spannend fand.

SPOAC: Und wie hat es jetzt letztendlich doch geklappt, dass du beim 24h Rennen mit einem All-Access Pass ausgestattet bist und an einem so spannenden Digitalprojekt für den Amateursport arbeiten darfst?

Uwe: Nach sieben Jahren im Logistikbereich habe ich mich mal selbst hinterfragt, wie ich meinen Arbeitsalltag eigentlich gestalten möchte, um weiterhin Spaß an der Arbeit zu haben und hoch motiviert neue Projekte vorantreiben zu können.

Im Internet bin ich dann auf die Weiterbildung an der SPOAC aufmerksam geworden. Dort wurde sehr stark damit geworben, den Teilnehmenden ein breites Netzwerk zu Managern und Entscheidern im Sportbusiness zu vermitteln.  

 

SPOAC: Was hat dir die Teilnahme an der SPOAC rückblickend denn genau gebracht und wie hast du dadurch den Einstieg in deinen heutigen Job gemeistert?

Uwe: Ich sagte ja schon, dass ein früherer Einstieg in den Sport damals an dem fehlenden Netzwerk in der Branche gescheitert ist. Letztendlich waren es nun maßgeblich die Kontakte und das hochwertige Netzwerk, welches ich an der SPOAC vermittelt bekommen und mir darüber dann auch selbst aufgebaut habe, durch die der Einstieg am Ende gelungen ist.  

 

SPOAC: Klingt in der Theorie ganz nachvollziehbar und einfach, aber wie lief das denn nun ganz konkret ab? Hast du an der SPOAC jemanden kennengelernt, der dir deinen jetzigen Job angeboten hat?

Uwe: Nein, so einfach war es dann auch wieder nicht. Ich bin ein Mensch, der immer 100% gibt. So war ich dann auch seit Beginn meiner Teilnahme am General Management Program an der SPOAC aktiv auf Jobsuche und das war den Verantwortlichen von SPONSORs auch bekannt. Im Rahmen des persönlichen Karrieregesprächs, das jedem GMP-Teilnehmer während der Studienzeit zusteht, haben wir uns dann gemeinsam hingesetzt und geschaut, welche Perspektiven sich mir anhand meiner Kenntnisse und meiner bisherigen Berufserfahrung bieten könnten. Dazu kann ich jedem auch nur den SPOBIS empfehlen. Wenn man dort selbst aktiv wird und sich gut vorbereitet, kann man eine Menge persönlicher Kontakte knüpfen. Daraus sind ein paar interessante Vorstellungsgespräche entstanden, bei denen ich einen kleinen Elevator-Pitch über mich selbst gehalten habe. Schlussendlich hatte ich danach vier konkrete Jobangebote aus der Sportbranche vorliegen, wovon ich mich dann für die _wige MEDIA AG, heute SPORTTOTAL AG, entschieden habe.

 

SPOAC: Du hast einen Elevator-Pitch im Vorstellungsgespräch gehalten? Gab es kein klassisches Frage-Antwort-Spiel?

Uwe: Das auch, aber am Anfang hatte ich mich und meine bisherige Karriere tatsächlich in Form einer Powerpoint-Präsentation vorgestellt. Ich wollte die Sache einfach mal etwas frischer und anders angehen.

Das schien den Verantwortlichen irgendwie gefallen zu haben. Zumindest haben sie mir bei SPORTTOTAL von ihren Plänen mit sporttotal.tv erzählt und dass ich da wohlmöglich ganz gut reinpassen könnte.

 

SPOAC: Ein innovativer Weg. Glückwunsch. Was würdest du denn Anderen raten, die ebenfalls eine Karriere im Sportbusiness anstreben?

Uwe: Mit der Teilnahme am GMP habe ich auf jeden Fall meinen persönlichen Weg ganz erfolgreich gestalten und nach vorne bringen können. Aber unabhängig davon, muss man glaube ich echt Geduld haben und vor allem auch selbst aktiv und kommunikativ sein. Der Markt entwickelt sich durch die zunehmende Digitalisierung enorm weiter und da entstehen viele neue Stellen und Berufsbilder.

Wer an sich und seine Fähigkeiten glaubt, seine Person ganz gut verkaufen kann und nicht so leicht aufgibt, hat gute Chancen, im Sportbusiness Erfolg zu haben. Vorausgesetzt natürlich, man kann sich auf ein verlässliches Netzwerk berufen.

 

SPOAC: Besten Dank Uwe und weiterhin viel Erfolg auf deinem Karriereweg.

Uwe: Danke, gerne.