Über die SPOAC nach Singapur 

Bennet Hahn ­­– Graduate der Class of 2020

Bennet Hahn arbeitet seit mehreren Jahren für den Sportartikelhersteller adidas. Dort durchlief der heute 33-Jährige verschiedene Stationen im Sales-Bereich und fing parallel dazu im Jahr 2018 das „General Management Program in Sports Business” (GMP) an der SPOAC by WHU an. Dieser Karriereschritt verhalf ihm nicht nur sein Netzwerk zu erweitern und neue Kontakte zu knüpfen, sondern auch, einen ganz neuen Schritt zu wagen: Singapur. Schon länger war er interessiert daran, international zu arbeiten. Im Interview hat er uns verraten, wie dieser Traum mithilfe des Auslandsmoduls in Shanghai und den vielen dort gewonnenen Insights dann Realität wurde.  

Lieber Bennet, vielen Dank, dass du dir heute – trotz Zeitverschiebung nach Singapur – Zeit für ein Interview genommen hast. Magst du dich kurz vorstellen?  

Ja, sehr gerne. Vielen Dank auch für die Möglichkeit, hier ein bisschen über meine Erlebnisse und meine Story zu erzählen. Ich bin Bennet Hahn. Ich bin 33 Jahre alt. Geboren bin ich in Amsterdam, aufgewachsen in Frankfurt. Später habe ich in Rotterdam studiert und in Nürnberg / Herzogenaurach gearbeitet. Mittlerweile bin ich – auch dank der SPOAC – in Singapur als Senior Manager Key Accounts APAC bei adidas tätig.  

 

Wie hat dein Start ins Berufsleben ausgesehen? 

Für mich war schon immer klar, dass ich in den Sport möchte. Besser gesagt, dass ich meine Passion für den Sport mit meinem Interesse an Wirtschaft und Menschen verbinde. Deshalb habe ich nach meinem Bachelorstudium Praktika bei akzio! (jetzt: SPORTFIVE) und adidas gemacht. Dort bin ich dann auch geblieben und bis heute tätig. Die ersten sechs Jahre habe ich im adidas-Headquarter in Herzogenaurach verschiedenen Stellen im Bereich Sales durchlaufen. Vor circa eineinhalb Jahren habe ich den Sprung nach Singapur gewagt. Hier bin ich jetzt für einen globalen Key Account zuständig und begleite diesen Kunden auf der Reise der Expansion in der Region Asia Pacific. Diesen Schritt habe ich bis heute nicht bereut und bin sehr dankbar, dass die SPOAC mir hierzu einen sehr wichtigen Impuls gegeben hat.  

 

Wie bist du zur SPOAC gekommen und wie sah der Impuls aus? 

Die SPOAC war für mich die perfekte Gelegenheit, um mich vom allgemeinen BWL-Studium in das Sportbusiness zu vertiefen. Es war der richtige Ort, um meine Kontakte aufzubauen, spezifisches Fachwissen anzueignen und neue Horizonte zu erschließen. Aus diesen Gründen habe ich von 2018 bis 2020 das Studium absolviert. Und ehrlich: Die SPOAC trägt eine sehr, sehr wichtige Rolle daran, dass ich diesen Schritt nach Singapur gewagt habe. Im Grunde hat sie mir die Augen für den Raum Südostasien geöffnet. Ich war schon immer daran interessiert, international zu arbeiten. Aber die vielen Möglichkeiten und vor allem die Geschwindigkeit Asiens, wurde mir erst durch das Auslandsmodul der SPOAC in Shanghai 2019 so richtig bewusst.  

Wie hat dich das SPOAC-Auslandsmodul im Jahr 2019 in Shanghai denn dann nach Singapur gebracht? 

Für mich war die Zeit mit der SPOAC in Shanghai eine großartige Erfahrung. Zehn Tage waren wir insgesamt in China, konnten in die Kultur eintauchen, haben spannende Unternehmen besucht und an der Tongji-University lokale Studierende kennengelernt. Es waren also mega coole Insights und Learnings über eine der wichtigsten Wachstumsregionen des Sports. Dieses positive Erlebnis hat dann mein Interesse am internationalen Arbeiten noch mal befeuert und angetrieben. Seitdem habe ich auf den richtigen Moment gewartet und nach meinem SPOAC-Abschluss und der Corona-Hochphase diesen Schritt gewagt. Es war nicht immer einfach und es war natürlich auch ein Risiko in dieser ungewissen Zeit. Aber ohne Risiken, kommt auch kein Fortschritt. Da gehört auch ein bisschen Mut dazu. Und Mut wird am Ende immer belohnt – da bin ich mir sicher. Heute sind wir hier sehr happy und freuen uns jeden Tag, die verschiedenen Länder und Kulturen Südostasiens nach und nach kennenzulernen.  

 

Mit Mut in ein neues Umfeld wagen. Vor zwei Jahren hast du dich an die SPOAC gewagt. Wie hat dich dein Netzwerk durch die SPOAC weitergebracht? 

Insgesamt hat es mich extrem weitergebracht. Ich glaube, das neue Netzwerk ist eines der größten Vorteile des General Management Programs (GMP) an der SPOAC und die Bedeutung dessen kann man nicht oft genug betonen. Zum einen hatte ich meinen festen Kreis an GMP-Kollegen, zum anderen waren auch immer neue EP-Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei, die nur ein Modul machen. Dadurch hat man jedes Mal wieder die Möglichkeit, neue Leute am WHU-Campus kennenzulernen, sich inspirieren zu lassen und auszutauschen. Bis heute habe ich mit einigen Teilnehmern noch Kontakt. Ob das mal lose ist oder ein bisschen regelmäßiger, das ist ganz unterschiedlich. Aber umso schöner, zu wissen, man kann jederzeit jemanden anrufen, um nach Rat zu fragen. Meiner Meinung nach ist das einzigartig: Diese Vielfalt an Erfahrungsschätzen in Bezug auf das Sportbusiness.  

 

Du sprichst die Interdisziplinarität an. Du hast einen starken Sales Fokus. Wie war es für dich, die Ganzheitlichkeit des GMPs zu erleben?  

Die Themen außerhalb des Sales-Moduls haben mir am meisten weitergeholfen. Neben dem Auslandsmodul war das zweite Highlight-Modul für mich ganz klar Leadership. Die Idee, den eigenen Purpose zu entwickeln oder zu verfeinern und Antworten auf folgenden Fragen zu finden: Wie arbeitet man mit anderen Menschen zusammen, wie kann ich meine Kollegen inspirieren, wie sieht mein persönlicher Führungsstil aus? All das war sehr beeindruckend und prägend. Manchmal völlig neue Impulse, manchmal eine Auffrischung und manchmal eine Bestätigung für Dinge, die man sowieso schon macht. Aber immer eine exzellente Lernerfahrung. Das gilt natürlich auch für die weiteren Programmpunkte um das GMP herum: Das Präsentationstraining, das Personal Mastery Project oder eben die Auslandsreisen nach Shanghai und Madrid. 

 

Wie sollten sich denn neue SPOAC-Studierende auf die Zeit an der SPOAC vorbereiten, um ähnlich wie du, das bestmögliche rauszuholen? 

Ich kann nur jeden und jede ermutigen, bereit zu sein für all die neuen Begegnungen und Eindrücke. Saugt die Atmosphäre an der SPOAC auf, tauscht euch aus, lasst euch inspirieren, haltet wichtige Dinge fest und nehmt so viel wie möglich für euch mit. Die Begegnungen an der SPOAC sind, wenn man sie entsprechend ernst nimmt, definitiv Begegnungen fürs Leben.