„Das Netzwerk hält uns langfristig zusammen“ 

Cristoffer Coutinho - Graduate der Class of 2019

Eine General Management Weiterbildung ohne betriebswirtschaftliches Basiswissen beginnen? Diese Frage hatte sich auch der studierte Medienwissenschaftler Cristoffer Coutinho gestellt, bevor er im Herbst 2018 das General Management Program an der SPOAC begonnen hatte. Im Interview berichtet Coutinho, weshalb seine Bedenken sich sehr schnell ins Gegenteil verkehrten und wie ihm die SPOAC geholfen hat, in eine Rolle als Abteilungsleiter beim Forschungs- und Beratungsunternehmen Nielsen Sports hineinzuwachsen. 

SPOAC: Cristoffer, wie ist deine Verbindung zur SPOAC und was machst du heute beruflich? 

Ich bin seit März 2015 bei Nielsen Sports tätig, seit Anfang 2019 als Head of Marketing & Communications DACH. Nielsen Sports war mehrere Jahre Partner der SPOAC. Hier war ich von Beginn an in die Umsetzung und Aktivierung der Partnerschaft involviert, daher waren mir die Ausrichtung und Inhalte des Studiengangs bekannt. Außerdem stand ich mit den SPONSORs-Verantwortlichen im regelmäßigen Austausch darüber, welche Module für mich interessant sein können. Meine damalige Chefin hat mich schlussendlich dazu ermutigt, mich für das GMP-Programm zu bewerben.  

SPOAC: Wie bist du in die Sportbranche gekommen? 

Für eine aktive Profifußballkarriere bei meinem strauchelnden Herzensverein 1. FC Kaiserslautern hat es leider nicht gereicht. Nach dem Abitur wollte ich eigentlich Sportjournalist werden und habe Medienwissenschaft an der Universität Trier studiert. Seit Beginn des Studiums habe ich jede Gelegenheit genutzt, um praktische Erfahrungen im Sportjournalismus zu sammeln. Unter anderem habe ich als Praktikant und Freelancer bei mehreren regionalen und überregionalen Sportredaktionen gearbeitet. Zudem war ich als Medien-Volunteer beim Confed Cup und der FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft in Köln und bei der UEFA EURO in Wien für die Betreuung internationaler Journalisten zuständig und somit mittendrin in den Abläufen bei drei internationalen Großevents. 

SPOAC: Wie ging es danach weiter? 

Zum Ende meines Studiums waren die Berufsaussichten im Sportjournalismus unter verschiedenen Aspekten wenig vielversprechend. Da ich meine Abschlussarbeit gemeinsam mit den Kommunikationsabteilungen des 1. FC Köln und von Bayer 04 Leverkusen geschrieben habe, bekam ich einen direkten Einblick in die PR- und Öffentlichkeitsarbeit zweier Profiklubs. Daher habe ich mich zunehmend auch dem Berufsfeld Unternehmenskommunikation geöffnet. Nach Studienabschluss habe ich ein Traineeprogramm in der Unternehmenskommunikation bei Nike absolviert und war danach in der internen Kommunikation tätig. Im März 2015 bin ich schließlich zum Nielsen-Sports-Vorgänger Repucom nach Köln gewechselt. 

SPOAC: Was hat dich motiviert, dich über die SPOAC noch einmal weiterzubilden? 

Im Englischen heißt es „lifelong learning“: Ich möchte mich stetig weiterentwickeln, das Thema Bildung spielte auch durch private Einflüsse schon immer eine große Rolle. Die SPOAC hat mich immer schon interessiert, auch wenn ich anfangs schon Bedenken hatte, ob ich als Medienwissenschaftler ohne klassisches BWL-Studium überhaupt in das Konzept hineinpasse. Die Bedenken haben sich aber schon mit der Vorbereitung fürs erste Modul in Luft aufgelöst, denn meine GMP-KommilitonInnen hatten auch allesamt einen unterschiedlichen Bildungshintergrund. Über das gesamte GMP hinweg hatte ich also nie das Gefühl, fehl am Platz zu sein. Ganz im Gegenteil, ich konnte mein bisherigeres Praxiswissen aus dem Berufsalltag mit der interdisziplinären Theorie der SPOAC verknüpfen. 

SPOAC: Hat sich die Entscheidung gelohnt? 

Definitiv. Ich konnte mich fachlich weiterentwickeln und innerhalb meiner SPOAC-Zeit den nächsten Karriereschritt bei Nielsen Sports machen. Darüber hinaus konnte ich mein bestehendes Netzwerk im Sportbusiness noch einmal ausbauen, sowohl mit den anderen GMP- und EP-TeilnehmerInnen als auch mit den GastdozentInnen. Aus dem SPOAC-Netzwerk sind viele Freundschaften entstanden, das hält uns auch langfristig als ‘Next Generation of Sports Business‘ zusammen. 

SPOAC: Gab es für dich ein besonderes Highlight im GMP-Programm? 

Jedes Modul hat seinen eigenen Reiz, aber für mich haben die Reisen nach Shanghai und Madrid mit dem interkulturellen Austausch und vor allem das Leadership-Modul herausgestochen. Dort habe ich extrem viel Input für meine persönliche Entwicklung und für meine damals neu angetretene Position als Head of Marketing & Communications herausziehen können. Auch aus dem spannenden Modul zu Design Thinking habe ich einige Methoden erfolgreich in meinen Berufsalltag integrieren können. Die GastdozentInnen waren auch sehr inspirierend. Solche spannenden Persönlichkeiten wie Dirk Nowitzkis Mentor Holger Geschwindner zu treffen, ist schon herausragend – vor allem, weil ich mit Nowitzki während meiner Nike-Zeit selbst ein Interview führen konnte.  

SPOAC: Welche Tipps würdest du dem neuen Intake mit auf den Weg geben? 

Da habe ich gleich drei parat: Seid neugierig und offen gegenüber euch unbekannten Themen und Menschen. Habt den Mut, euch einzubringen, auch wenn ihr selbst vielleicht (noch) kein Experte auf einem Themengebiet seid. Und vor allem: Habt Spaß, denn ihr macht die Weiterbildung für euch selbst! 

SPOAC: Cristoffer, vielen Dank für das Gespräch. 


Hast du Fragen an Cristoffer? 

Am Freitag, den 06. November 2020 steht Cristoffer in unserem ersten Online Meet-up bereit und geht auf alle deine Fragen zu seiner Karriereentwicklung und seiner Zeit an der SPOAC ein. 

  • Wann: Freitag, 06. November 2020 von 12:00 bis 14:00 Uhr
  • Wo: Das Meet-up findet in einem Microsoft Teams Call statt
  • Wer: Alle SPOAC Interessierten, die Fragen an Cristoffer haben
  • Wie: Einfach das Formular ausfüllen, abschicken und den Link zum Meet-up per Mail bekommen