SPOAC als Wendepunkt im Berufsleben

Richard Becker - Graduate der Class of 2016

 

Stell dir vor, du bist Profisportler und von einem auf den anderen Tag endet deine sportliche Karriere wegen einer Verletzung. Genau so erging es Richard Becker vor einigen Jahren. Wir haben kürzlich mit dem ehemaligen Profi-Tennisspieler und Absolvent des ersten SPOAC-Jahrgangs gesprochen. Der heute 31-jährige Bänker hat uns verraten, wie er auf das Weiterbildungsangebot an der WHU aufmerksam wurde, warum die Zeit am Campus in Düsseldorf ein Wendepunkt in seinem Leben darstellt und wovon er beim General Management Program (GMP) am meisten profitiert hat.

SPOAC: Richard, du warst Profi-Tennisspieler und bist anschließend zur SPOAC gewechselt. Wie ist es dazu gekommen?

Meine erste Karriere als Tennisspieler begann 2006 und startete spätestens nach meinem Abitur im Jahr 2010 voll durch. Ich war als Profi weltweit auf Turnieren unterwegs bis 2015 durch eine Schulterverletzung das abrupte Ende kam. Das war ein Wendepunkt in meinem Leben, an dem ich mich für ein Leben nach dem Profidasein neu orientieren musste.

SPOAC: Und dann kam die SPOAC. Wie kam es dazu?

Kurz nach meiner Verletzung, bin ich auf die SPOAC by WHU aufmerksam geworden und fragte mich: Ist das nicht etwas für mich? Mein eher akademisch geprägtes Elternhaus bestärkte mich sehr in dem Gedanken. Bereits nach wenigen Minuten und Gesprächen war mir klar: Ja, das passt perfekt zu mir.

SPOAC: Du beschreibst die SPOAC als Wendepunkt in deinem Leben – als Bindeglied zwischen deinen beiden Karrieren. Welchen Einfluss hatte das GMP?

Einen großen. Ganz entscheidend war für mich, dass ich meinen Horizont in Richtung Wirtschaft öffnen und erweitern konnte, ohne dass ich die Wurzeln zum Sport verliere. In diesem Sinne war es für mich eine Brücke vom Profi-Sportler hin zu wirtschaftlichen Zusammenhängen. Enorm prägend war für mich auch das Netzwerk von Gleichgesinnten, die alle eine Leidenschaft für Sport und persönliche Weiterentwicklung haben. Das hat mir unheimlich geholfen, mein Profisportler-Leben hinter mir zu lassen und mit Begeisterung nach vorne zu blicken und eine Freude an den wirtschaftlichen Zusammenhängen zu entfachen.

SPOAC: Was konnte die SPOAC leisten, um diesen Funken in dir zu entfachen?

Die Leidenschaft entwickelte sich vor allem auf zwei Ebenen. Zum einen durch meine Kommilitonen, die alle verschiedene Blickwinkel auf das Thema Sport hatten und diese Sichtweisen in der Gruppe teilten – zum Beispiel Marketing, Vertrieb, Profisportler. Zum anderen durch die Keynote-Speaker, die abends zur SPOAC an die WHU kamen. Es war einfach hilfreich die Vorträge zu hören, im geschlossenen Kreis offen über Themen sprechen zu können, und sie als Ansprechpartner zu gewinnen. Da bin ich abends mit neuer Energie, einem guten Gefühl und vor allem neuen Inhalten raus gegangen.

SPOAC: Wenn du von neuen Inhalten sprichst: Welche Module haben dich weitergebracht?

Ehrlich gesagt alle. Für mich war das alles eine neue Welt. Von jedem Professor und jedem Modul konnte ich einiges mitnehmen. Der rote Faden war immer der Blick nach vorne und das was strategisch in der Industrie relevant ist. Jetzt im Rückblick kann ich sagen: Da haben sich ganz schön viele Visionen bewahrheitet. Zum Beispiel haben wir damals schon viel über eSport geredet. Vor sieben Jahren war das für Viele noch völliges Neuland, heute ist es ein No-Brainer im Sportbusiness.

SPOAC: Wie hast du das Campus-Leben an der SPOAC wahrgenommen?

Die Module fanden monatlich über 2 bis 3 Tage statt und haben mir vor allem geistig viel abverlangt. Das war schon eine intensive Zeit. Nicht nur im Unterricht selbst nimmt man viele Dinge mit, sondern auch in den Pausen-Gesprächen. Das geht beim morgendlichen Kaffee los, bis zum Lunch und dem Abendessen. Manchmal endete der Austausch erst tief in der Nacht an der Theke. Da bauen sich Netzwerke und viele Freundschaften auf. Mit einer Handvoll der Teilnehmenden bin ich auch heute noch regelmäßig in Kontakt – wir treffen uns und tauschen uns fortlaufend über Dinge aus, die den Sport bewegen. Spätestens beim jährlichen SPOBIS sehe ich dann nahezu alle wieder.

SPOAC: Welche Tipps kannst du insbesondere neuen SPOAC-Teilnehmenden mit auf den Weg geben?

Bereitet euch auf die Module vor, um voll reinstarten zu können. Bringt Offenheit für Themen mit, auch wenn sie im ersten Moment visionär und manchmal vielleicht verrückt klingen. Und das Wichtigste: Sammelt die neuen Impulse auf und setzt sie in der Praxis um. Dadurch seid ihr die Vordenker der Branche.

SPOAC: Richard, vielen Dank für das Gespräch.

Planst du gerade deine Karriere nach der Profikarriere?

Das General Management Program (GMP) kann auch dir den Weg für deinen nächsten Karriereschritt im Sportbusiness ebnen. Das einjährige Weiterbildungsprogramm am WHU-Campus in Düsseldorf, das in neun mehrtägige Module eingeteilt ist, startet erneut Mitte August 2022. Mit unserem neuen Förderungs-Check hast du jetzt schon die Chance, einfach und unverbindlich zu prüfen, ob du für einen Zuschuss zum GMP in Frage kommst. Worauf wartest du?